OpenMoko stellt sein neues Linux-Smartphone vor das komplett offen, sowohl bei der Hardware als auch der Software, sein soll. Das Modell namens Freerunner richtet sich dabei an die Endanwender. Es scheint allerdings so, als wenn OpenMoko noch einen langen steinigen Weg vor sich hat.

Alleine das Einschalten des Smartphones dauert über 3 min, bis das Betriebssystem gestartet ist. Die Oberfläche basiert auf dem von Gnome verwendeten Toolkit GTK+.

Im Bereich der Benutzerführung hat man wohl noch einiges an Nachholbedarf, denn sowohl Design als auch die Menüführung des Freerunner sind nicht in allen Belangen für verwöhnte Handybenutzer geeignet.

Denoch bietet die Hardware zusammen mit Linux großes Potential und der Weg scheint für die Zukunft der Richtige zu sein. Zwar fehlt z.B. eine Handytastatur, auch unterstützt das Gerät nur GPRS, auf UMTS oder HDSPA muss verzichtet werden, doch sind dafür viele andere aktuelle Features enthalten wie etwa ein Touchsreen mit einer VGA-Auflösung von 480 x 640 Pixeln, erweiterbarer Speicher mit Micro-SD-Karten, ein Bewegungssensor, Bluetooth 2.0 und WLAN nach 802.11b/g, sowie ein integriertes AGPS-Modul.

Das Neo Freerunner wieg mit Akku 145 Gramm und steckt in einem 120 x 62 x 18 mm großen Plastikgehäuse, dessen Design leider ziemliche Geschmackssache sein dürfte. Der Preis wird in Deutschland zwischen 330 und 350 Euro liegen.

Ganz klar richtet sich das Gerät wohl an Linux und Open-Source Fans, welche gerne die derzeitigen Möglichkeiten ausloten wollen und evtl. auch gerne basteln und grade für diese dürfte die USB-Schnittstelle interessant sein, über diese man sich per SSH unter Linux als Root an dem OpenMoko anmelden kann.

Bis zum Massenmarkt tauglichen Linux-Smartphone Handy wird es allerding noch etwas dauern.

Einen ausführlichen Text, inkl. Video, findet man u.a. auf Golem

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