HTC Magic im Test – Das neue Google Handy
Anfang 2009 hat das G1 Handy von T-Mobile für Aufsehen gesorgt. Es war das erste Handy mit dem neuem Android Betriebssystem von Google. Das Modell, von vielen auch einfach Google-Handy genannt, kam mit einem schlichten Design daher, der große Knall fiel aber auch auf Grund der noch wenig vorhandenen Softwareoptionen eher verhalten aus.Nun kommt das zweite Google Android Handy auf dem Markt, dieses Mal von HTC und trägt den Namen HTC Magic.
Das Magic von HTC gibt es vorerst exklusiv bei Vodafone.
Das Smartphone hat im Vergleich zum G1 einige Verbesserungen, besitzt aber auch ein paar Schwachstellen.
Im Folgenden eine kurze Zusammenfassung der Ausstattung und der technischen Details.
Die Ausstattungsmerkmale rund um die Datenverbindung ist ausgezeichnet: WLAN, HSDPA und HSUPA sorgen dafür, dass das Magic auch für die Zukunft gerüstet ist, was schnelle Verbindungsmöglichkeiten betrifft.
GPS ist ebenso mit am Bord wie Push-Mail, ein MP3-Player und eine 3,2 Megapixel Kamera.
Wie gesagt, rein äusserlich ist das HTC Magic im Vergleich zum G1 Handy um einiges ansehnlicher. Ingesamt trägt das Smartphone eine elegante Linie, insbesonder die Displayfront scheint so geformt zu sein, dass sie bei kleineren Stürzen nicht sofort schaden nehmen dürfte. Das große Touchscreen verspricht ein unbeschwertes navigieren und lässt sich einfach bedienen. Eine Volltastatur lässt sich einblenden. Dank einem Sensor lässt sich das Display horizontal kippen. Nur am äusseren Rand machte es bei der Bedienungen den Eindruck als wäre das Display dort nicht ganz so empfindlich, bzw, es reagiert ein wenig ungenauer an den äusseren Stellen.
Auf Tasten hat man nicht vollständig verzichtet. Das HTC Magic hat unterhalb des Displays 6 kleinere Knöpfe. Darunter eine “Home” Taste sowie eine “zurück” Taste und weitere Tasten z.B. für die Internetsuche. Die “Home” Taste zeigt immer den Desktop.
Beim Testen des Gerätes hatte ich allerdings das Gefühl als wären die Tasten zusammen mit dem Touchscreen nicht perfekt aufeinander abgestimmt. Es kommt einem so vor als schwimme man immer zwischen den beiden Welten der alten Bedienung per Tasten und den neuen Möglichkeiten, welche ein Touchscreen bieten kann.
Ein kleiner Trackball zwischen den Tasten erinnert ebenfalls noch an die Modelle ohne Touchscreen, erweist sich aber trotzdem als klare Erleichterung, falls man z.B. beim Surfen im Web mit dem Finger nicht so genau den Mauszeiger bewegen kann; oft ein Problem für Leute mit größeren bzw. dickeren Fingern. Hier hilft eindeutig der Trackball weiter. Buttons auf einer Webseite lassen sich so genauer ansteuern.
Schlicht aber sehr komfortabel ist das Emailprogramm. Ein Emailkonto hat man im handumdrehen eingerichtet. Den vollen Funktionsumfang inklusive Push-Mail genießt man allerdings nur mit einem Google Email Konto.
Wie bei vielen anderen aktuellen Handys fehlt leider ein Flashplayer, so dass auch das HTC Magic nicht vom Stand aus Video oder Audio Streams abspielen kann. Youtube scheint aber ohne Probleme zu laufen. Zumindest per Wlan war hier schnell eine Verbindung erreicht.
Über die Musikqualität kann ich derzeit leider ebenso wenig sagen, wie über den Akku. Aus dem Bauch raus scheint mir das HTC Magic kein idealer Musikplayer zu sein. Für diesen Bereich scheint es auch nicht konzipiert. Alleine die Tatsache, dass man die beigepackten Kopfhörer nur an die USB Schnittstelle anstecken kann (und damit das Problem hat, dass man nicht gleichzeitig den Akku aufladen und Musik hören kann) und sonst einen Adapter braucht, spricht nicht unbedingt für einen ungezwungenen Musikspaß mit eigenen Ohrhörern.
Ebenfalls auffällig: ich konnte kein Programm zum öffnen von PDF Dateien finden. Doch was die Erweiterbarkeit der Softwareausstattung betrifft, dürften hier dank dem Android-Market (eine Plattform zum Erwerb und der Entwicklung von Zusatzsoftware, welche derzeit einen großen Ansturm erfährt) und der Position die Google genießt, sicher zukünftig keine Schranken gesetzt sein. Eine Vielzahl von Anwendungen ist jetzt schon erhältlich, damit dürfte auch das HTC Magic als Android Smartphone stark in seinen Fúnktionen erweiterbar sein.
Ein Testgespräch mit dem geschmeidig in der Hand liegenden Gerät erwieß sich als sehr zufrieden stellend. Im Vergleich zum Iphone oder Blackberry konnte ich hier auf Anhieb keine negativen Eindrücke feststellen. Wenn jetzt noch der Akku eine gute Kondition hat dürfte dem ungetrübten Handyspaß nichts im Wege stehen. Für den Durchschnittsnutzer hat das HTC Magic evtl. etwas zuviele Optionen parat, die erst mal alle entdeckt werden müssen, aber dank einer wirklich einfachen Bedienung, macht die Entdeckungsreise doppelt soviel Spaß wie beim G1. Sobald man sich an das neue Betriebssystem und seine Möglichkeiten gewöhnt hat, möchte man es nicht mehr so schnell aus der Hand geben.
Iphone Liebhaber werden trotzdem eher schwierig zum HTC Magic zu überreden sein. Hier ist man eben auch schon sehr verwöhnt, was die von Anfang an gute Bedienung und die technischen Gimmicks von Apple betrifft. Und Nutzer welche ein Handy hauptsächlich für geschäftliche Zwecke suchen, werden sich auch nur schwer von ihrem Blackberry trennen wollen, zumal die Blackberry-Systeme als sehr sicher und ausgereift gelten, da auch schon viel länger auf dem Markt.
Trotzdem, wer auf der Suche nach seinem ersten Smartphone ist, sollte einen Blick auf das HTC Magic werfen. Hier dürfte das größte Käuferpotential stecken. Dank Android Betriebssystem extrem zukunftssicher und ausbaubar, zeigt dieses Modell wohin die Richtung (mit Google) geht.
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März 29th, 2010 at 17:02
Das ist der Knüller – Werde über einen Kauf nachdenken!